Infrastruktur statt Tradition: Wie die FIFA ihre Strategie durchsetzte

Die Fußball-Weltmeisterschaft hat sich trotz oder vielleicht gerade wegen der vielen Vorbehalte als großer Erfolg für die FIFA und ihren Präsidenten Gianni Infantino entpuppt. Die Bilanz fällt deutlich positiver aus, als viele Kritiker im Vorfeld prognostiziert hatten.
Bereits in den Monaten vor dem Turnier waren zahlreiche Bedenken laut geworden. Doch rückblickend zeigt sich: Das strategische Konzept der Weltorganisation ist vollständig aufgegangen. Das Turnier präsentierte sich als Spektakel von globalem Ausmaß und bewies eindrucksvoll seine Anziehungskraft auf der ganzen Welt.
Interessanterweise geriet dabei die sportliche Komponente etwas in den Hintergrund – der Fußball selbst spielte sich faktisch am Rande der großen Show ab. Dies unterstreicht, wie sehr sich die moderne Weltmeisterschaft zu einem umfassenden Unterhaltungsformat entwickelt hat, das weit über das sportliche Geschehen auf dem Rasen hinausgeht.
Für Infantino bedeutet diese Bilanz einen wichtigen Erfolg in seiner Amtszeit als FIFA-Präsident, auch wenn Puristen des Fußballs diese Gewichtung sicherlich kritisch sehen werden.
Quelle: www.spiegel.de