Čeferin verzichtet auf Präsidentschaftskandidatur gegen Infantino

Der langjährige Uefa-Präsident Aleksander Čeferin wird sich nicht zur Wahl um die Führungsposition der Fifa stellen. Trotz jahrelanger Auseinandersetzungen mit dem amtierenden Fifa-Boss Gianni Infantino hat sich der Slowene gegen einen Kandidatenantritt entschieden.
Seit einem Jahrzehnt führt Čeferin den europäischen Fußballverband an und geriet in dieser Zeit wiederholt in Konflikte mit dem umstrittenen Schweizer an der Spitze des Weltverbandes. Eine Herausforderung zur anstehenden Präsidentschaftswahl schließt der 58-Jährige jedoch aus.
Als Begründung für seinen Verzicht nennt Čeferin seine »Glaubwürdigkeit«. Der Schritt offenbart damit möglicherweise taktische Überlegungen des Uefa-Funktionärs, der trotz seiner kritischen Haltung gegenüber Infantino weiterhin auf Zusammenarbeit mit der Fifa angewiesen bleibt. Eine Kandidatur hätte seinen politischen Spielraum auf internationaler Ebene erheblich einschränken können.
Quelle: www.spiegel.de